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Kiwi

Aktualisiert: 14. Okt. 2023

Actinidia deliciosa

Lebensraum: Kommt in der Natur nicht vor, Zucht von Actindia chinensis abgeleitet.

Hauptblütezeit: Frühsommer

Farbe der Blüte: weiss

Erntezeit: November

Wuchs: Rankend, bis ca. 6 Meter hoch

Essbare Teile: Früchte, Blätter, Samen

Andere Verwendung: Papier, Medizin


Exemplare auf Son Selva: 2 (eine weibliche, eine männliche)



Die anfangs als Chinesische Stachelbeere bezeichnete Frucht stammt ursprünglich aus dem Gebiet des Jangtsekiang im Nordosten Chinas. In den dortigen Wäldern wächst sie als kräftige, holzige Liane oder kletternder Strauch. Der ursprüngliche Name der Kiwifrucht – bezogen auf Actinidia chinensis – ist Yang Tao. Die Frucht wurde 1904 von einer Lehrerin von einem China-Aufenthalt nach Neuseeland eingeführt und erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Während des zweiten Weltkriegs und danach wurden Kiwis häufiger exportiert, zunächst nach Grossbritannien und in den 1960er Jahren dann auch nach Kalifornien.


Kiwipflanzen sind in der Regel zweihäusig, das heisst, eine Pflanze ist entweder männlich oder weiblich. Die männlichen Pflanzen haben Blüten, die Pollen produzieren. Die weiblichen Pflanzen nehmen den Pollen auf, um ihre Eizellen zu befruchten und Früchte zu bilden. Einige Sorten können sich selbst bestäuben, aber auch sie liefern einen grösseren Ertrag, wenn sie von männlichen Kiwis bestäubt werden. Das ist auch der Grund, warum wir gleich mit zwei Kiwi-Pflanzen angefangen haben. Sie befinden sich auf beiden Seiten unseres Wassertanks, in der Hoffnung, dass die grossen Blätter eines Tages den Tank beschatten (und verdecken) und so die Wasserqualität verbessern.


Unser Kiwi-Päärchen links und rechts des Wassertanks.


Clevere Blüten

In der Natur werden Kiwis von Vögeln und einheimischen Hummeln bestäubt, die die Blüten nicht wegen des Nektars, sondern wegen des Pollens besuchen. Die weiblichen Blüten produzieren falsche Antheren mit scheinbarem Pollen an den Spitzen, um die Bestäuber anzulocken, obwohl diesen weder DNA noch der Nahrungswert der männlichen Antheren aufweisen. Kommerziell angebaute Kiwis sind schwer zu bestäuben, da hier mit Honigbienen gearbeitet wird. Diese bevorzugen jedoch Blüten mit mehr Pollen. "Gelöst" wird das Problem dann damit, dass eine Plantage mit mehreren Bienenvölkern überbesiedelt wird, sodass sie sich um jede mögliche Nahrungsquelle streiten müssen.


Kiwi-Reben müssen ähnlich wie Weinreben jedes Jahr stark zurückgeschnitten werden. Die Früchte werden zwar an einjährigen Stöcken getragen, aber die Produktion nimmt mit zunehmendem Alter der Stöcke ab.


Kiwis sind sehr nahrhaft und enthalten eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien sowie Ballaststoffe. Sie sind besonders reich an Vitamin C, was für die Gesundheit des Immunsystems wichtig ist. Feste Kiwis reifen nach einigen Tagen bis zu einer Woche nach, wenn sie bei Zimmertemperatur gelagert werden, sollten aber nicht im direkten Sonnenlicht aufbewahrt werden. Sie reifen schneller, wenn sie zusammen mit Äpfeln, Birnen oder Bananen in eine Papiertüte gelegt werden.




Medizinische Verwendung:

Die Früchte, Stängel und Wurzeln sind harntreibend, fiebersenkend und beruhigend. Sie werden bei der Behandlung von Steinen in den Harnwegen, rheumatischer Arthralgie, Leber- und Speiseröhrenkrebs eingesetzt.


Andere Verwendungen:

Aus der Rinde wird Papier hergestellt. Wenn die Rinde in einem Stück in der Nähe der Wurzel entfernt und in heisse Asche gelegt wird, wird sie sehr hart und kann als Röhre für einen Bleistift verwendet werden.



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