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Weinrebe

Vitis vinifera


Lebensraum: In der freien Natur ist sie nicht bekannt, sie fühlt sich an windgeschützten, frostfreien Standorten wohl.

Blütenfarbe: Weiss

Blütezeit: Mai-Juli

Erntezeit: Oktober–November (sobald die Blätter abgefallen sind.)

Wuchs: ca.. 7–10 Meter hoch

Essbare Teile: Früchte, Blätter, Kerne

Andere Verwendungen: Kosmetik, Medizin, Wein


Exemplare auf Son Selva: 1





Vinis vinifera

Die Weinrebe ist ein mit Sprossranken kletternder Strauch, der unbeschnitten die Wuchsform einer Liane entwickelt. Er kann 10 bis 20 Meter hoch werden. Die Kletterpflanze gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Heute sind rund 16.000 Rebsorten bekannt.


Trauben brauchen einen warmen und vollsonnigen Standort, damit sie gut ausreifen. An den Boden stellen Weinreben keine hohen Ansprüche, er trägt aber zum Aroma der Traumen und des daraus produzierten Weins bei.


Pflege einer Weinrebe:

Im Frühjahr sollte man seine Weinrebe mit etwas Kompost versorgen, etwa zwei bis drei Liter pro Quadratmeter. Die meisten anderen Dünger sind zu stickstoffreich und begünstigen das Auftreten von Blattkrankheiten. Die übrigen Pflegemaßnahmen beschränken sich vor allem auf den Schnitt (siehe unten) und das Entfernen der Blätter, die die Trauben zu stark schattieren.


Der Erziehungsschnitt:

Den grössten Aufwand erfordern das Erziehen und Schneiden der Weinreben. Trauben bilden sich generell nur an den neuen Trieben, die zweijährigem Holz entspringen. Damit möglichst viele Trauben geerntet werden können, werden die Triebe mit Drähten an Pfählen hochgebungen. Entwickeln sich im Pflanzjahr mehrere Triebe, lässt man den kräftigsten stehen und bindet ihn am Stützpfahl fest. Zur geraden Stammbildung und zum Schutz vor Bruch ist regelmässiges Anbinden nötig. Alle anderen Triebe werden entfernt. Was im Pflanzjahr oberhalb der angestrebten Stammhöhe wächst, nimmt man im September auf zwei bis drei Blätter zurück.


Der verholzte Haupttrieb wird in Stammhöhe etwa drei Zentimeter oberhalb der letzten Knospe abgeschnitten und am Stützpfahl befestigt. Die Frühjahrstriebe sind nach den Eisheiligen (Mitte Mai) auf die stärksten, maximal fünf, zurückzunehmen und diese vorsichtig waagerecht, senkrecht oder in Gabelform am Spalier entlang zu ziehen.


Der Schnitt einer Rebe ist recht komplex. Hier findest du eine gute Anleitung dazu.

Unsere einzige Weinrebe sieht nach dem ersten Rückschnitt in Jahren wieder halbwegs gepflegt aus.



Autochtone Weinreben auf Mallorca

Nach der grossen Reblausplage und dem Beginn des Massentourismus hat sich der Weinanbau auf Mallorca fast auf Null reduziert, bevor in den 90er-Jahren - zunächst noch sehr zaghaft - wieder an alte Traditionen angeknüpft wurde. Mallorquinische Ursorten waren in Vergessenheit geraten oder durften kommerziell nicht genutzt werden. Gewendet hat sich das Blatt erst seit der Jahrtausendwende, als die heute dominierenden Sorten Mantonegro und Callet (Rotwein) sowie die weisse Moll wieder etabliert wurden. 2012 folgten Gorgollassa und Giró Ros, und im Juni 2016 kam auch noch die Escursac-Rebe an der Reihe. Heute dürfen diese Sorten unter dem Label "Vi de la Terra Mallorca" verkauft werden.

Die autochthonen Reben sind an die Boden- und Klimabedingungen der Insel angepasst und können zum Teil bis in den Oktober hinein reifen. Dies ermöglicht den sonst durch das warme Klima sehr hohen Zucker- und Alkoholgehalt zu vermindern.



Mein persönlicher Wein-Favorit ist die Sorte Callet:

Sie entstand vor einigen Jahrhunderten an der südöstlichen Küste Mallorcas, also ganz in der Nähe von unserem Grundstück. Callet bedeutet im mallorquinischen Dialekt „schwarz“. Lange Zeit war die Rebsorte vor dem aussterben bedroht. Heute, dank ihres ausgedehnten Anbaus wohl die bekannteste autochthone Rotweintraube der DOP "Pla i Llevant" (=Ebene und Küste).

Traditionell ausgebaute Callet-Rotweine sind hell in der Farbe, rustikal, mit moderater Säure und verfügen über einen niedrigen Alkoholgehalt. Aus alten Weinrebendunkel in der Farbe, kräftig und robust mit individuellen Charakter.



Medizinische Verwendung:

Die Schale sowie die Kerne der Weinbeeren enthalten oligomere Proanthocyanidine (OPCs), die u. a. als starke Antioxidantien wirken; die Kerne können zu Traubenkernöl und Traubenkernmehl verarbeitet werden.

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