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Mandel

prunus dulcis​

Lebensraum: Kulturland, Dickichte, Hecken und felsige Stellen in der Nähe von Anbauflächen.

Blütenfarbe: rosa, weiss.

Hauptblütezeit: Januar-Februar

Erntezeit: Herbst

Wuchs: 3-6 Meter hoch

Essbare Teile: Samen roh, gekocht oder getrocknet oder als Öl gepresst.

Andere Verwendung: Medizin, Kosmetika, Pflanzenfarbstoff


Exemplare auf Son Selva: ca. 40 (alter Baumbestand)



Unsere alte Mandelplantage

Mandelbäume waren früher die Hauptanbaukultur auf unserem Grundstück. Die Bäume wurden in präzisen Reihen im Abstand von 9 Metern angeordnet. Leider hat sich niemand um sie gekümmert, zumindest nicht in den letzten 5 bis 10 Jahren. Aber sie sind der Anker und die Orientierung für unseren neuen Lebensmittelwald. Alle Bäume, die wir gepflanzt haben, wurden zwischen die Mandelreihen gesetzt. Deshalb nennen wir sie unsere "grannies".


Werde Pate/Patin einer unserer Mandelbäume!


Eines der ersten Luftbilder von unserem Grundstück aus dem Jahr 1987. Man kann deutlich die Reihen von Mandelbäumen erkennen.


Mallorcas Mandeln


Mallorca ist bekannt für die zahlreichen Mandelbäume, die vor allem während der Blütezeit im Januar und Februar viele Touristen begeistert. Mich interessieren jedoch vorwiegend die Früchte, die daraus entstehen und deren Kerne im Spätsommer geerntet werden.


Spannend ist, weshalb es auf Mallorca überhaupt so viele Mandelbäume gibt. Wahrscheinlich gäbe es dort nicht so viele , wenn nicht Ende des 19. Jahrhunderts eine Reblausplage den Weinbau zum Erliegen gebracht hätte. Die Landwirte waren damals gezwungen, sich Alternativen zu suchen und viele der ehemaligen Weinbauern sind dazu übergegangen, Mandelbäume zu kultivieren. Diese Baumart war schon im 10. Jahrhundert von den Mauren auf die Insel gebracht worden. Heute sind die Mandeln nicht mehr aus Mallorca und der mallorquinischen Küche wegzudenken. Rund 7000 Tonnen Mandeln werden auf der Mittelmeerinsel jedes Jahr produziert.



Im Spätsommer werden unter den Bäumen Netze ausgebreitet und die locker sitzenden Früchte mit langen Stöcken abgeschlagen. Auch auf meinem Grundstück befinden sich viele alte Mandelbäume und ich freue mich schon auf die erste Ernte, wenn sie auch noch etwas mager ausfallen wird. Grund dafür ist, dass die Bäume seit mindestens 5 Jahren nicht mehr gepflegt oder geschnitten wurden. Zudem sucht ein Bakterium zahlreiche Mandelplantagen heim. Das Feuerbakterium (Xylella fastidiosa) verhindert, dass die Wurzeln des Baumes Wasser aufnehmen können. Deshalb müssen sie kläglich verdursten.


Der botanische Name, prunus dulcis, verrät die Verwandtschaft der Mandel mit der Pflaume. Tatsächlich sehen die Mandelfrüchte auch Pflaumen oder Aprikosen sehr ähnlich. Die samtig behaarten Früchte der Mandel werden aber nicht gegessen. Nur ihr Samen, der sich in den Kernen der Steinfrüchte befinden. Anders als bei uns, kauft man in Mallorca die Mandeln oft noch mit dem Kern und knackt diese dann mit einem Holzhammer in einer wunderschönen, speziell dafür gefertigten, Holzschale selber.



Medizinische Verwendung:


Mandeln sind nicht nur ein schmackhaftes Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch gut für die allgemeine Gesundheit des Körpers. Sie werden insbesondere bei Nieren- und Gallensteinen sowie Verstopfung eingesetzt. Äusserlich wird das Öl auf trockene Haut oder Ekzeme aufgetragen und oft auch als Trägeröl in der Aromatherapie verwendet. Der Samen ist entschlackend, abführend, nahrhaft und pectoral. Er enthält Laetrile, eine Substanz, die auch als Vitamin B17 bezeichnet wird. Diesem Stoff wird eine positive Wirkung bei der Behandlung von Krebs nachgesagt, doch scheint es derzeit kaum Belege dafür zu geben. Die Blätter werden bei der Behandlung von Diabetes eingesetzt.


Andere Verwendungen:


Das aus den Samen gewonnene Öl ist ein ausgezeichnetes Schmiermittel für empfindliche mechanische Geräte wie Uhren. Es wird häufig in Seifen und Kosmetika verwendet, da es die Haut weich macht und pflegt. Aus den Blättern wird ein grüner Farbstoff und aus den Früchten ein dunkelgrauer bis grüner Farbstoff gewonnen. Ein gelber Farbstoff wird aus den Wurzeln und Blättern gewonnen. Ein Gummi aus den Stängeln wird als Klebstoff verwendet. Die Nussschalen können als Feueranzünder verwendet werden.



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